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Öltank zur Zisterne umrüsten? Warum wir davon abraten.

Nachhaltig gedacht, aber fachlich problematisch: Die harten Fakten gegen eine Umrüstung Ihres Öltanks zum Wasserspeicher.

Viele Hausbesitzer trennen sich aktuell von ihrer Ölheizung. Da steht er nun, der massive Stahltank im Keller oder Erdboden. Die Idee: „Da passen 5.000 Liter Wasser rein – perfekt für den Garten!“

Die Realität: Warum wir als Fachbetrieb fast täglich Anfragen dazu ablehnen und warum das in den meisten Fällen eine teure Enttäuschung wird.

Öltank umnutzung Zisterne

Öltank-Umnutzung: Warum die Theorie an der Praxis scheitert

Stillgelegt ist nicht gleich „wasserrein“

Die größte Enttäuschung für viele Hausbesitzer: Ein Tank, der kein Öl mehr enthält, ist noch lange kein sauberer Wasserspeicher. Das Problem ist die Langzeit-Auswaschung. Über Jahrzehnte haben sich Ölbestandteile tief in die Poren des Materials und in unzugängliche bauartbedingte Winkel eingearbeitet.

Sobald Sie Wasser einfüllen, lösen sich diese Rückstände schleichend wieder heraus. Die Folgen sind:

  • Permanenter Ölfilm: Winzige Mengen reichen für einen schillernden Film auf der Oberfläche.
  • Geruchsbelästigung: Besonders bei Wärme riecht das Wasser unangenehm nach Heizöl.
  • Altlasten im Garten: Sie verteilen schleichend Ölreste auf Ihren Pflanzen und im Erdreich.

Der Irrglaube: „Mein Tank ist doch schon stillgelegt“

Viele Betreiber denken, ein Tank sei stillgelegt, sobald er vom Kessel getrennt wurde. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Eine rechtssichere, fachbetriebliche Stilllegung ist gesetzlich vorgeschrieben und umfasst die vollständige Entleerung, Reinigung und Dekontamination durch einen zertifizierten Betrieb.

Aber Vorsicht: Diese Stilllegung garantiert lediglich, dass keine Umweltgefahr mehr vom Tank ausgeht. Sie ist keine klinische Reinigung für Trink- oder Nutzwasser. Wer ohne diese fachbetriebliche Bestätigung einfach Wasser einfüllt, handelt nicht nur illegal, sondern riskiert auch, dass die verbliebenen Schlammreste das Wasser sofort unbrauchbar machen.

Die Kostenfalle: Warum die Umrüstung wirtschaftlich (und langfristig) scheitert

Wer trotz der Rückstände sauberes Wasser will, müsste eine Leckschutzauskleidung (Innenhülle) einbauen lassen. Diese fungiert als Barriere zwischen der alten Tankwand und dem Wasser. Doch genau hier schnappt die Kostenfalle und ein erhebliches Langzeitrisiko zu:

  • Hohe Investition: Der Einbau einer fachgerechten Innenhülle kostet oft mehrere tausend Euro – meist mehr als eine neue Kunststoff-Zisterne.

  • Die tickende Zeitbombe: Eine Innenhülle hält nicht ewig. Nach mehreren Jahrzehnten wird das Material spröde oder kann durch mechanische Einflüsse Schaden nehmen.

  • Das alte Problem kehrt zurück: Sobald die Hülle auch nur ein winziges Leck hat, dringt das Wasser hinter die Auskleidung und kommt in direkten Kontakt mit der ölbelasteten Tankwand. Damit ist die gesamte Wasserfüllung schlagartig wieder kontaminiert, und Sie stehen vor demselben Verschmutzungsproblem wie am ersten Tag.

Leckschutzauskleidung Innenhuelle Erdtank

Unser Fazit: Eine Innenhülle ist eine teure Übergangslösung, die das Grundproblem nur kaschiert, aber nicht dauerhaft löst. Die fachgerechte Entsorgung des Alttanks ist der einzige Weg, um wirklich einen Schlussstrich unter das Thema Heizöl zu ziehen.

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